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Todesfälle durch Behandlungsfehler

Wie heute verschiedene Medien berichten, hat eine Anfrage der Grünen Fraktion im Bundestag ergeben, dass die Todesfälle durch Behandlungsfehler in Deutschland im Jahr 2010 drastisch gestiegen sind.

Offiziell wurden demnach 1712 Todesfälle registriert, was einer Steigerung von fast 35% entspricht.
Dabei stiegen die durch Ärztefehler verursachten Todesfälle von 551 auf 944 an. Ursachen sind in mangelnder Desinfektion, schlecht vernähten OP Wunden und Komplikationen bei der Implantation von künstlichen Geräten.
Über eine mögliche Dunkelziffer gab der Bundestag keine Auskunft.

Die EU Kommission hat zu dem Thema Behandlungsfehler zuletzt 2008 Zahlen vorgelegt. Die Kommission berief sich seinerzeit auf Zahlen des Europäischen Zentrum für Krankheits-Prävention und -Kontrolle, welches von jährlich 4,1 Millionen vermeidbarer Infektionen in Krankenhäusern ausgeht. An diesen Infektionen versterben geschätzte 150.000 Menschen jährlich.

Auch die Zahlen für das vergangene Jahr 2011 werden aus Patientensicht nicht zur Beruhigung beitragen. Allein die Implantation der kostengünstigen PIP und Rofil Implantate in deutschen Krankenhäusern belastet viele Patientinnen, die sich einer Korrektur unterziehen müssen.

Wichtig für Opfer von Behandlungsfehlern ist es, zu wissen, dass sie dem System Krankenhaus nicht hilflos ausgeliefert sind. Auch wenn z.B. eine Infektion nicht immer zum Tode des Patienten führen muss, auch Komplikationen und schlechte Heilungsprognosen belasten den Patienten und können zu Spätfolgen führen.

Unterstützung finden Sie bei Verdacht auf einen Behandlungsfehler in Ihrem Fachanwalt für Medizinrecht, Bernd Podlech-Trappmann!