Skip to content

PIP Silikon auch in deutschen Tibreeze Implantaten

Nach übereinstimmenden Presseberichten weitet sich der Skandal um schadhafte Brustimplantate weiter aus.
Die Nürnberger Firma GfE Medizintechnik hat in den Jahren 2003 und 2004 Brustimplantate aus der Fertigung der französischen Firma PIP unter dem Namen Tibreeze vertrieben. Bisher sind zwei Implantate aus GfE Fertigung gerissen.

GfE Medizintechnik wurde mittlerweile von der pfm medical AG in Köln übernommen. Eine Sprecherin des Unternehmens bestätigte gegenüber der WAZ, dass zwei Drittel der fraglichen Brustimplantate in Deutschland ausgeliefert wurden. Unter den belieferten Krankenhäusern und Ärzten finden auch welche aus NRW. Die restlichen Silikonimplantate wurden nach Belgien, Österreich, in die Schweiz, nach Italien, Finnland, Südafrika, Liechtenstein und England ausgeliefert.

Trotz zweier bestätigter Fälle von gerissenen GfE Tibreeze Brustimplantaten, ist bisher nicht klar ob in den Implantaten der Nürnberger Firma auch das Billig – Silikon aus französischer Herstellung verwendet wurde.

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte empfiehlt Trägerinnen von Tibreeze Implantaten die vorsorgliche Empfehlung. Diese Empfehlung hält das Bundesinstitut auch nach wie vor für die Brustimplantate der Marke PIP und Rofil aufrecht.
Die Anzahl der in Deutschland betroffenen Frauen ist weiterhin unklar. Die deutschen Behörden schätzen, dass ca. 10000 Frauen von den fehlerhaften Brustimplantaten, die nach wie vor unter dem Verdacht stehen krebserregend zu sein, betroffen sind.

Weiterhin unklar sind auch die Fragen um Wiedergutmachung und Schadensersatz für die betroffenen Patientinnen.

Für Patientinnen mit PIP, Rofil und Tibreeze Implantaten hat Fachanwalt für Medizinrecht Bernd Podlech-Trappmann eine PIP Info-Seite im Internet eingerichtet, auf der er über die aktuellen Entwicklungen rund um die fehlerhaften Brustimplantate berichtet.

Post a Comment

Your email is never published nor shared. Required fields are marked *