Skip to content

Ärztepfusch Thema in der WAZ

„Durch die Ärzte kommen viel mehr Menschen um, als mit ihrer Hilfe gesund werden.“

Dieser Ausspruch des italienischen Schriftstellers Giacomo Girolamo Casanova [1725 – 1798] ereignete sich zu einer Zeit, als die Ärzte in der medizinischen Kunst mit Sicherheit noch nicht so weit vorgedrungen waren wie heute. Insoweit ist davon auszugehen, dass dieser Aussage längst überholt ist.

Bedauerlicherweise kommen aber in der heutigen Zeit auch eine große Anzahl von Behandlungsfehlern wegen Ärztepfusch vor.
So titelt die Westdeutsche Allgemeine Zeitung am 22.06.2011:

Viele Kinder sind Opfer von Ärztepfusch

Fehler bei Brüchen und Blinddarm-OPs

Aus einer Bilanz der Bundesärztekammer für 2010 ergibt sich, dass Kinder, die sich beispielhaft einen Arm oder ein Bein brechen, häufiger Opfer von Ärztepfusch werden als erwartet. Im vorgenannten Jahr lag die Fehlbehandlungsquote hier bei fast 60 Prozent. Als „Begründung“ werden genannt: „anatomische Besonderheiten bei Kindern an – „und damit verbunden hohe Anforderungen an die Ärzte“.

Ebenfalls überdurchschnittlich hoch – 30 Prozent – ist die Zahl falsch behandelter Blinddarm-Entzündungen.

Eine allgemeine Statistik belegt, dass die Ärzteschaft 2010 nach eigenen Angaben bei 2.199 Patienten falsche Diagnosen oder Behandlungen festgestellt haben, wobei 87 Patienten bedauerlicherweise verstorben sind. 11.016 Patienten hatten sich bei den Gutachterstellen beschwert, ein Wert auf dem Vorjahres-Niveau. 1.821 Patienten bekamen Entschädigungszahlungen, 75 Prozent der Fälle wurden abgelehnt.

Weil Gericht, der Medizinische Dienst der Krankenkassen und Haftpflichtversicherer ebenfalls Adressaten von Patientenklagen sind, geht die Ärztekammer von jährlich 40.000 Patienten aus, die sich nachhaltig falsch behandelt fühlen. Falsche Behandlungen von Knie- und Hüftarthrosen sowie Nervenschädigung nach dem Einsetzen künstlicher Gelenke und falsch eingesetzter Prothesen sind die häufigsten Gründe für Patientenbeschwerden.

[…]

Patientenverbände halten allerdings dagegen: Was die Schlichtungsstellen veröffentlichen, ist nur die Spitze des Eisberges. Rund eine Million Menschen würden pro Jahr Opfer ärztlicher Fehler. Die Mehrheit vermeide aber den Gang vor Gericht oder zur Ärzte-Schlichtungsstellen.

Sind Sie Opfer von Behandlungsfehlern oder Ärztepfusch geworden? Lassen Sie sich nicht davon abhalten, von Ihrem Recht Gebrauch zu machen!

Nehmen Sie noch heute kostenlos und unverbindlich mit Bernd Podlech-Trappmann, Ihrem Fachanwalt für Medizinrecht, Kontakt auf!

In der Regel erhalten Sie innerhalb von 24h eine Antwort auf Ihre Anfrage! Telefonisch erreichen Sie die Kanzlei für Medizinrecht unter Tel. 0 23 02 / 67 95.